Der EIC Pathfinder richtet sich an multidisziplinäre Teams, die visionäre Forschung mit dem Potenzial eines technologischen Durchbruchs verfolgen. Im Gegensatz zu klassischen F&E-Programmen steht hier die radikale Neuartigkeit und hohe technische Unsicherheit im Vordergrund. Das Projektziel ist nicht primär die Markteinführung, sondern der technologische Durchbruch, meist im niedrigen Technology Readiness Level (TRL). Gefördert werden Ideen, die sich deutlich vom Stand der Technik abheben und Grundlagen für neue technologische Paradigmen schaffen.
Der EIC Pathfinder 2026 ist in zwei Zugänge unterteilt:
- Pathfinder Open – offen für alle technologischen Bereiche; Frist zur Einreichung ist der 12. Mai 2026.
- Pathfinder Challenges – thematisch fokussierte Ausschreibungen mit vorgegebenen Themenfeldern und einem Einreichschluss am 28. Oktober 2026. Für 2026 sind folgende Themen gesetzt: Advanced Materials for Miniaturised Energy Harvesting Systems, Biotechnology for Healthy Ageing sowie DeepRAP: Deep Reasoning, Abstraction & Planning towards Trustworthy Cognitive AI Systems.
EIC Transition – vom Ergebnis zur Innovation
Die Transition-Linie des EIC baut eine Brücke zwischen früher Forschung (z. B. aus EIC Pathfinder, European Research Council oder kollaborativen Horizon-Projekten) und der eigentlichen Innovations- und Produktentwicklung. Im Mittelpunkt steht die Reife des technologischen Ergebnisses, die Überprüfung der Funktionalität im definierten Kontext sowie die Entwicklung eines überzeugenden Geschäftsmodells und Prototyps. Der Fokus liegt auf Demonstration, Prototyping, Marktanalysen und Validierung.
Die Frist für die Einreichung von Transition-Projekten für 2026 ist der 16. September 2026. Die Förderung ist offen für Einzelakteure und kleine Konsortien, die auf bestehenden Forschungsergebnissen aufbauen.
EIC Accelerator – für Markteinführung und Skalierung bei KMU & Start-ups
Der EIC Accelerator ist das prominenteste und umfangreichste Instrument des EIC und bietet finanzielle Unterstützung für Start-ups und KMU, die ihre tief technologischen Innovationen zur Marktreife bringen wollen. Der Fokus liegt klar auf hoch innovativen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen mit großem Marktpotenzial und internationaler Skalierungsfähigkeit. Gefördert werden Unternehmen, die disruptive Innovationen mit klarer wirtschaftlicher Perspektive entwickeln.
Das Fördervolumen für 2026 beträgt ca. 634 Mio. € und setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
- Open Call – offen für alle Technologien ohne thematische Vorgabe;
- Accelerator Challenges – strategisch ausgerichtete Themenfelder, die gezielt auf bestimmte gesellschaftliche und technologische Prioritäten Europas eingehen.
Die Einreichung gliedert sich in drei Stufen:
- Kurzantrag/Step 1 (kontinuierlich einreichbar)
- Vollantrag/Step 2 (gesammelte Cut-off-Termine, z. B. 07.01., 04.03., 06.05., 08.07., 02.09., 04.11.2026)
- Pitch/Interview-Phase/Step 3 vor einem Expertenpanel.
Der Open Call ermöglicht eine breite Teilnahme aus allen Branchen – also auch z. B. Lösungen für automatisierte und vernetzte Mobilität, die sich durch hohen Innovationsgrad und Marktreife auszeichnen. Die Accelerator Challenges hingegen stellen gezielte thematische Schwerpunkte dar, die vom EIC vorgegeben werden und bei denen Bewerbungen im Kontext dieser strategischen Themen besonders willkommen sind. Beispiele hierfür sind unter anderem Themen zu Fortschrittlichen Materialien für erneuerbare Energien und Energiespeichersysteme, alternativen Konzepten und Schlüsseltechnologien für Fusionskraftwerke, Biotechnologie zur Regenerierung landwirtschaftlicher Böden, Stärkung der europäischen Wertschöpfungskette für kritische Rohstoffe, Deep Tech für die Anpassung an den Klimawandel.
Eine Aufzeichnung eines Informationswebinars ist über folgenden Link abrufbar: Online Info Day – EIC Work Programme 2026 - Accelerator Challenges - European Innovation Council
Das Arbeitsprogramm 2026 ist hier abrufbar: EIC Work Programme 2026
Weitere Publikationen sind hier abrufbar: Publication – Access2eic