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Grafik mit Kompass vor Umriss von Nordrhein-Westfalen umgeben von Symbolen für Technologie, Verkehr, Raumfahrt, Biotechnologie und Nachhaltigkeit mit Text 'Innovationsstrategie NRW'

Auftakt der Zukunftsdialoge: Wie Nordrhein-Westfalen seine Innovationsstrategie von morgen gestaltet

| Dr. Nadine Teusler, innocam.NRW

Die Innovationsstrategie der Zukunft entsteht in Nordrhein-Westfalen nicht hinter verschlossenen Türen, sondern im direkten Austausch mit den Menschen, die Innovation im Land täglich vorantreiben. Mit dem Auftakt im AI Village in Hürth startete Staatssekretärin Silke Krebs die Reihe der Zukunftsdialoge zur neuen Regionalen Innovationsstrategie (RIS 2028-2034). Rund 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Start-ups und Institutionen brachten in Hürth, Dortmund und Düsseldorf ihre Perspektiven ein – ein starkes Signal für ein gemeinsames Innovationsverständnis.

Die neue RIS soll künftig als strategischer Kompass für die Innovations- und Transformationspolitik des Landes dienen. Grundlage ist eine umfassende Potenzialanalyse, aus der fünf zentrale Zukunftsthemen hervorgegangen sind:

  • Next Gen Computing, KI und smarte Systeme
  • Verteidigung und Aerospace
  • Strategische Autonomie
  • Life Science, klimaneutrale und zirkuläre Wirtschaft
  • Vernetzte und nachhaltige Mobilität

Gerade das Thema Mobilität knüpft direkt an die bisherige Strategie 2020–2027 an – und entwickelt sie konsequent weiter.

Mobilität im Fokus: Was wir aus der RIS 2021–2027 mitnehmen

Schon die vorherige Innovationsstrategie des Landes (2021–2027) hat einen klaren Schwerpunkt gesetzt: Mobilität als systemische Zukunftsaufgabe. Drei Leitgedanken prägten damals die Ausrichtung:

1. Mobilität als vernetztes Gesamtsystem

Die RIS 2020–2027 betonte, dass Mobilität nicht länger als Summe einzelner Verkehrsträger verstanden werden kann. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Infrastruktur, digitalen Diensten, Energieversorgung und Nutzerverhalten. NRW sollte zum Vorreiter für integrierte Mobilitätslösungen werden – von multimodalen Plattformen bis zu intelligenten Verkehrsnetzen.

2. Technologieoffenheit und Innovationsräume

Die Strategie hob hervor, dass NRW seine industrielle Stärke nutzen muss, um neue Technologien schneller in die Anwendung zu bringen. Dazu gehören alternative Antriebe, automatisiertes und vernetztes Fahren, neue Logistikkonzepte und datenbasierte Mobilitätsdienste. Reallabore und Testfelder wurden als zentrale Instrumente benannt, um Innovationen frühzeitig im Alltag zu erproben.

3. Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Mobilität sollte nicht nur effizienter, sondern auch klimaneutraler werden. Die RIS 2021–2027 stellte klar, dass NRW eine Schlüsselrolle bei der Transformation hin zu emissionsarmen Verkehrssystemen einnimmt. Ein strategisches Mobilitätsmanagement in Verbindung mit automatisierter und vernetzter multimodaler Mobilität und intelligenten Verkehrsmanagementsystemen soll dazu beitragen, den Verkehrssektor effizienter und sauberer zu machen und nachhaltige Mobilität und Logistik in Städten und Regionen zu etablieren. Ziel ist es, Nordrhein-Westfalen zu dem Ort zu machen, an dem die Mobilität 4.0 und Logistik verkehrsträgerübergreifend erforscht, entwickelt, produziert und frühzeitig angewandt wird.

Wichtige Grundlagen einer Vielzahl von Innovationen auf dem Weg hin zu einer intelligenten und vernetzten Mobilität und Logistik sind das Management, die Verfügbarkeit und die Analysemöglichkeiten von Mobilitätsdaten. Um die Digitalisierung im Verkehrssektor im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu beschleunigen, hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) eine eigene IT-Tochter für Mobilitätsdaten an den Start gebracht: NRW.Mobidrom GmbH. Die Landesagentur für Mobilitätsdaten – kurz MOBIDROM – unterstützt aktiv die Wende zu vernetzter, intermodaler und nachhaltiger Mobilität in Nordrhein-Westfalen durch das Aufbereiten, Bündeln und diskriminierungsfreie Bereitstellen von Mobilitätsdaten und ist somit ein sichtbares Instrument der Regionalen Innovationsstrategie.

Warum die Zukunftsdialoge jetzt entscheidend sind

Im Rahmen der Aktualisierung der RIS wird das Themenfeld vernetzte und nachhaltige Mobilität weiterentwickelt und noch stärker verknüpft mit den Potentialthemen Antriebstechnologien, Autonome Mobilitätssysteme, Bidirektionale Lade- & Energiemanagementsysteme, Datenbasierte Mobilitätsökosysteme / Vernetzte Mobilität und Emissionsarme Luftfahrt. Hinzu kommen aus Sicht von innocam.NRW außerdem Security-Themen wie bspw. strategische Autonomie, kritische Infrastruktur und technologische Souveränität.

Die Landesregierung setzt bewusst auf einen offenen Prozess. Die Zukunftsdialoge bieten Raum, um:

  • Zielbilder für die Mobilität der Zukunft zu schärfen
  • Innovationshemmnisse zu identifizieren
  • regionale Stärken sichtbar zu machen
  • konkrete Umsetzungspfade zu entwickeln

Die Perspektiven der Teilnehmenden sind dabei zentral: Sie kennen die Bedarfe, Herausforderungen und Potenziale aus der Praxis – und gestalten die Strategie aktiv mit. 

Mit der neuen Regionalen Innovationsstrategie setzt Nordrhein-Westfalen ein klares Zeichen: Die Mobilität der Zukunft entsteht im Zusammenspiel von Technologie, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Zukunftsdialoge sind ein wichtiger Schritt, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

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Porträt von Dr. Nadine Teusler, Netzwerkmanagerin, mit Brille und schwarzem Blazer, freundlich lächelnd vor verschwommenem Hintergrund.

Dr. Nadine Teusler

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