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Wortwolke in Form eines Autos mit grün-gelbem Bokeh-Hintergrund. Größte und zentrale Begriffe sind 'Entscheidungsgrundlagen', 'Mobilitätsdaten' und 'Umwelt'. Weitere Begriffe, angeordnet entlang der Autosilhouette, sind unter anderem 'Mobilitätsindex', 'digitale', 'Verkehrsunternehmen', 'datengetrieben', 'Nutzung', 'Geodaten', 'Identifikation', 'Barrierefreiheit', 'ÖPNV', 'sharing', 'erfassung', 'räumlich', 'Kommunen', 'sensorgestützt', 'monitoring', 'sensornetzwerke', 'Personennahverkehr', 'nachhaltig', 'Infrastruktur', 'akteure', 'selbstbestimmte', 'vernetzt', 'Defizite', 'mobilitätssektor', 'öffentlich' und 'Mobilitätssysteme'. Die Wortwolke visualisiert zentrale Themen rund um datenbasierte Mobilität.

„mFUND Checkout – a11y-Score, SenMooVe, MobyDex und ScooP2City“

| Dr. Nadine Teusler, innocam.NRW

Das mPACT-Team lud im Juli 2026 erneut zur Onlineveranstaltung „mFUND Checkout“ ein. 

Im Rahmen der monatlichen Veranstaltungsreihe werden ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte der mFUND-Förderinitiative vorgestellt und ihre Ergebnisse mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diskutiert. Im Mittelpunkt der Juli-Ausgabe standen vier Projekte, die unterschiedliche Herausforderungen datenbasierter Mobilität adressieren: a11y-Score, SenMooVe, MobyDex und ScooP2City. Gemeinsam verdeutlichten die Vorhaben, wie offene Daten, intelligente Auswertungsverfahren und digitale Plattformen dazu beitragen können, Mobilität inklusiver, nachhaltiger und besser planbar zu gestalten. Während sich die Projekte hinsichtlich ihrer Anwendungsfelder unterscheiden, verbindet sie das Ziel, datengetriebene Entscheidungsgrundlagen für Kommunen, Verkehrsunternehmen und weitere Akteure des Mobilitätssektors bereitzustellen. Grundlage der folgenden Zusammenfassung sind die Vorträge der Veranstaltung sowie die dort vorgestellten Projektinhalte. 

a11y-Score – Digitale Bewertung kommunaler Barrierefreiheit

(Jonas Deister, Sozialhelden e.V.) 

Ausgangssituation und Zielsetzung 

Barrierefreiheit stellt eine wesentliche Voraussetzung für die selbstbestimmte Nutzung öffentlicher Infrastruktur dar. Gleichzeitig fehlt Kommunen häufig ein aktueller und flächendeckender Überblick darüber, wie barrierefrei öffentliche Einrichtungen, Verkehrsanlagen oder Dienstleistungsangebote tatsächlich sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt a11y-Score das Ziel, den Status der Barrierefreiheit auf kommunaler Ebene datenbasiert sichtbar zu machen und daraus belastbare Entscheidungsgrundlagen für Planung und Verwaltung abzuleiten. 

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines kommunalen Barrierefreiheitsindexes, der vorhandene Informationen aus frei verfügbaren Geodaten systematisch zusammenführt und auswertet. Betrachtet werden dabei unterschiedliche Bereiche des öffentlichen Lebens, darunter Einrichtungen der Verwaltung, Gesundheitsversorgung, Kultur, Gastronomie, Einzelhandel, öffentliche Toiletten sowie Haltestellen und weitere Bestandteile des öffentlichen Verkehrs. Ziel ist nicht ausschließlich die Bewertung einzelner Standorte, sondern insbesondere die Identifikation räumlicher Defizite und fehlender Datengrundlagen, die einer weiteren Erfassung oder Verbesserung bedürfen. 

Datengrundlage und methodischer Ansatz 

Das Projekt a11y-Score baut konsequent auf offenen Geodaten auf. Als wesentliche Datenbasis dient OpenStreetMap, in der zahlreiche Informationen zur Zugänglichkeit von u.a. Infrastrukturen bereits vorhanden sind oder durch die Community ergänzt werden können. Hierzu zählen unter anderem Angaben zu stufenlosen Zugängen, Aufzügen, Rampen, taktilen Leitsystemen oder barrierefreien Sanitäranlagen. 

Die vorhandenen Daten werden automatisiert ausgewertet und zu einem kommunalen Gesamtbild zusammengeführt. Dabei wird nicht nur berücksichtigt, welche Informationen bereits vorhanden sind, sondern auch, an welchen Stellen Datendefizite bestehen. Dadurch entsteht ein Instrument, das sowohl Aussagen über den aktuellen Erfassungsgrad als auch über potenzielle Handlungsfelder ermöglicht. Die entwickelte Bewertungsmethodik versteht sich ausdrücklich als Unterstützung kommunaler Entscheidungsprozesse und nicht als abschließende Qualitätsbewertung einzelner Städte oder Gemeinden. 

Bedeutung offener Geodaten 

Ein wesentlicher Diskussionspunkt der Projektvorstellung war die Qualität der zugrunde liegenden Daten. Da OpenStreetMap von einer offenen Community gepflegt wird, unterscheiden sich Vollständigkeit und Aktualität teilweise zwischen verschiedenen Regionen. Gleichzeitig bietet dieser Ansatz erhebliche Vorteile, da fehlende Informationen kontinuierlich ergänzt und bestehende Datensätze fortgeschrieben werden können. 

Im Rahmen des Projekts wurde hervorgehoben, dass insbesondere Kommunen, lokale Initiativen und Mapping-Communities einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Datengrundlage leisten können. Durch gemeinsame Kartierungsaktionen lassen sich Informationslücken schließen und die Aussagekraft des Barrierefreiheitsindexes kontinuierlich erhöhen. Der a11y-Score dient damit nicht nur als Analyseinstrument, sondern gleichzeitig als Impulsgeber für die Weiterentwicklung offener Mobilitäts- und Geodaten. 

Bedeutung für automatisierte und vernetzte Mobilität 

Auch wenn das Projekt keinen unmittelbaren Schwerpunkt auf automatisierten Fahrzeugen legt, besitzt es eine hohe Relevanz für datenbasierte Mobilitätssysteme. Digitale Informationen über Barrierefreiheit gewinnen zunehmend an Bedeutung für multimodale Mobilitätsplattformen, Routingdienste sowie intelligente Assistenzsysteme. Erst wenn Informationen über Zugänglichkeit standardisiert und maschinenlesbar verfügbar sind, können sie automatisiert in Navigations- und Reiseinformationssysteme integriert werden. Damit schafft a11y-Score eine Datengrundlage für inklusive digitale Mobilitätsangebote. 

Projektlaufzeit und Projektpartner 

Das mFUND-Projekt a11y wurde im Zeitraum Juni 2023 bis Mai 2026 durchgeführt. Ziel des Vorhabens war die Entwicklung eines weltweit nutzbaren Datenlayers zur Barrierefreiheit einschließlich eines datenbasierten Barrierefreiheits-Scores. Projektträger war der Sozialhelden e. V. mit Sitz in Berlin, der das Vorhaben als Einzelprojekt umsetzte. 

SenMooVe – Sensorbasierte Erfassung von Umwelt- und Mobilitätsdaten im öffentlichen Verkehr

(Holger Döring, hd Management Consulting GmbH)

Ausgangssituation und Zielsetzung 

Mit der zunehmenden Digitalisierung des öffentlichen Verkehrs entstehen neue Möglichkeiten, bestehende Fahrzeuge als mobile Sensornetzwerke zu nutzen. Während stationäre Messstationen häufig nur punktuelle Informationen über Umwelt- und Verkehrsbedingungen liefern, ermöglichen mobile Sensorplattformen eine deutlich feinere räumliche Auflösung. Das Projekt SenMooVe greift diesen Ansatz auf und untersucht, wie Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs zur kontinuierlichen Erfassung von Umwelt- und Mobilitätsdaten eingesetzt werden können. 

Ziel des Vorhabens ist es, unterschiedliche Sensordaten miteinander zu verknüpfen und daraus hochwertige Informationen über Verkehrs- und Umweltzustände abzuleiten.  

Sensorik und Datenerfassung 

Im Mittelpunkt der Projektarbeiten steht die Ausstattung von Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs mit unterschiedlichen Sensorsystemen. Während des regulären Linienbetriebs erfassen diese kontinuierlich Messwerte entlang ihrer Fahrstrecken. Dadurch entstehen räumlich hochaufgelöste Datensätze, die deutlich über die Aussagekraft einzelner stationärer Messpunkte hinausgehen. 

Die Projektpräsentation zeigte, dass unterschiedliche Sensorkomponenten miteinander kombiniert werden. Neben der Luftqualität werden dabei auch Daten zur Auslastung von Verkehrsmitteln betrachtet. Die kontinuierliche Datenerhebung ermöglicht eine zeitlich und räumlich differenzierte Analyse städtischer Verkehrs- und Umweltbedingungen. Gleichzeitig unterstützen die gewonnenen Informationen Verkehrsunternehmen und Kommunen dabei, Mobilitätsangebote datenbasiert weiterzuentwickeln und gleichzeitig neue Erkenntnisse über Umweltbelastungen im urbanen Raum bereitzustellen. 

Datenanalyse und Nutzung 

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts besteht in der Zusammenführung und Auswertung der unterschiedlichen Datenströme. Die kontinuierlich erhobenen Informationen werden aufbereitet und für verschiedene Analysezwecke nutzbar gemacht. Dadurch lassen sich beispielsweise räumliche Unterschiede der Luftqualität oder Veränderungen der Fahrzeugauslastung im Tagesverlauf identifizieren. 

Die aufbereiteten Daten werden in einer zentralen cloudbasierten Plattform beziehungsweise einem Dashboard bereitgestellt, sodass Messwerte und Analyseergebnisse übersichtlich visualisiert und ausgewertet werden können. Die Projektpartner verfolgen dabei das Ziel, aus den Rohdaten verwertbare Informationsprodukte zu erzeugen, die sowohl für operative Entscheidungen als auch für langfristige Planungsprozesse eingesetzt werden können. Die vorgestellten Arbeiten verdeutlichen, wie sich Umwelt- und Mobilitätsdaten gegenseitig ergänzen und gemeinsam einen umfassenderen Blick auf das Verkehrsgeschehen ermöglichen. 

Bedeutung für die vernetzte Mobilität 

Für zukünftige digitale Mobilitätssysteme gewinnen kontinuierlich erhobene Sensordaten zunehmend an Bedeutung. Sie bilden eine wichtige Grundlage für Verkehrsmanagement, Umweltmonitoring sowie datengetriebene Mobilitätsplattformen. SenMooVe zeigt exemplarisch, wie bestehende Infrastrukturen des öffentlichen Verkehrs gleichzeitig als Informationsquelle genutzt werden können. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, Umwelt- und Verkehrsprozesse nahezu in Echtzeit zu beobachten und datenbasierte Entscheidungen im Mobilitätsmanagement zu unterstützen. 

Projektlaufzeit und Projektpartner 

Das Forschungsprojekt SenMooVe (Sensorgestütztes Monitoring von Luftqualität und Auslastung im ÖPNV) wurde im Zeitraum von Juli 2023 bis Juni 2026 durchgeführt. Das Projekt wird vom Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS koordiniert. Weitere Projektpartner sind die Technische Universität Chemnitz, die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, die hd Management Consulting GmbH sowie die Regionalbus Leipzig GmbH.  

MobyDex – Datenbasierte Bewertung multimodaler Mobilität

(Richard Wacker, YellowMap AG; Dr. Markus Handte, Universität Duisburg Essen)

Ausgangssituation und Zielsetzung 

Die Bereitstellung leistungsfähiger Mobilitätsangebote setzt zunehmend voraus, dass unterschiedliche Verkehrsmittel nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteil eines vernetzten Gesamtsystems verstanden werden. Gleichzeitig stehen Kommunen und Verkehrsunternehmen vor der Herausforderung, die Qualität multimodaler Mobilität objektiv zu bewerten und Veränderungen im Mobilitätsverhalten datenbasiert nachzuvollziehen. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Projekt MobyDex Verfahren zur Erfassung, Analyse und Bewertung multimodaler Mobilität anhand unterschiedlicher Datenquellen. 

Zusammenführung heterogener Mobilitätsdaten 

Die Projektvorstellung verdeutlichte, dass multimodale Mobilität nur dann umfassend bewertet werden kann, wenn unterschiedliche Datenquellen miteinander kombiniert werden. Hierzu werden Informationen verschiedener Verkehrsträger zusammengeführt und hinsichtlich ihrer räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit analysiert. Die Integration unterschiedlicher Datenformate stellt dabei eine wesentliche Voraussetzung dar, um Mobilitätsangebote vergleichbar zu machen und Zusammenhänge zwischen einzelnen Verkehrsmitteln sichtbar werden zu lassen. 

Der entwickelte Ansatz verfolgt das Ziel, aus den vorhandenen Mobilitätsdaten standardisierte Kennzahlen abzuleiten. Diese ermöglichen eine objektive Bewertung multimodaler Mobilitätsangebote und schaffen gleichzeitig die Grundlage für weiterführende Analysen im Verkehrsmanagement sowie in der kommunalen Verkehrsplanung. 

Entwicklung eines Mobilitätsindex 

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung eines Mobilitätsindex, der unterschiedliche Qualitätsmerkmale multimodaler Mobilität in einer gemeinsamen Bewertungsstruktur zusammenführt. Hierzu werden verschiedene Indikatoren miteinander kombiniert, um Aussagen über die Erreichbarkeit, Vernetzung und Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Mobilitätsangebote treffen zu können. 

Der Index dient dabei nicht ausschließlich wissenschaftlichen Analysen, sondern soll insbesondere Kommunen und Mobilitätsdienstleistern als Planungs- und Entscheidungsinstrument zur Verfügung stehen. Durch die kontinuierliche Aktualisierung der zugrunde liegenden Daten können Veränderungen im Mobilitätssystem nachvollzogen und Auswirkungen neuer Maßnahmen bewertet werden. 

Potenziale für datenbasierte Mobilitätsplanung 

Die vorgestellten Arbeiten verdeutlichen, dass Mobilitätsdaten zunehmend eine zentrale Rolle bei der Planung vernetzter Verkehrssysteme einnehmen. Durch die systematische Zusammenführung unterschiedlicher Datenquellen entstehen neue Möglichkeiten, Mobilitätsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und infrastrukturelle Maßnahmen gezielt zu priorisieren. 

Für die Community der automatisierten und vernetzten Mobilität besitzt dieser Ansatz besondere Bedeutung, da zukünftige Mobilitätsplattformen auf hochwertige, interoperable und kontinuierlich aktualisierte Datenbestände angewiesen sind. MobyDex schafft hierfür eine Grundlage, indem unterschiedliche Mobilitätsinformationen in einem gemeinsamen Bewertungsrahmen zusammengeführt werden. 

Projektlaufzeit und Projektpartner 

Das Forschungsprojekt MobyDex (Multimodaler Mobilitäts-Index) wird im Zeitraum von September 2023 bis August 2026 durchgeführt. Das Projekt wird von der CAS Software AG koordiniert. Zum Konsortium gehören außerdem die YellowMap AG, die CISS TDI GmbH, das Urban Software Institute GmbH, die LocosLab GmbH, die Universität Leipzig sowie die Universität Duisburg-Essen. 

ScooP2City – Datengestützte Integration geteilter Mobilitätsangebot

(Simone Martinetz, Fraunhofer IAO; Hanna Nikelski, Stadt Heilbronn)

Ausgangssituation und Zielsetzung 

Sharing-Angebote haben sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil urbaner Mobilität entwickelt. Fahrräder, E-Scooter, Carsharing-Fahrzeuge oder weitere geteilte Mobilitätsformen ergänzen den öffentlichen Verkehr und ermöglichen flexible Wegeketten. Gleichzeitig stellt ihre Integration in kommunale Planungs- und Steuerungsprozesse viele Städte vor neue Herausforderungen. Häufig fehlen standardisierte Daten, einheitliche Schnittstellen sowie geeignete Werkzeuge zur Bewertung der Auswirkungen dieser Angebote. 

Daten als Grundlage kommunaler Steuerung 

Die Projektpartner stellten heraus, dass die Steuerung geteilter Mobilitätsangebote zunehmend auf einer belastbaren Datengrundlage beruhen muss. Hierzu zählen unter anderem Informationen über Fahrzeugstandorte, Nutzungsmuster, Auslastungen sowie räumliche Verteilungen der Angebote. Erst durch die Zusammenführung dieser Daten können Kommunen fundierte Entscheidungen über Stellflächen, Betriebsgebiete oder regulatorische Maßnahmen treffen. 

Das Projekt ScooP2City setzt an dieser Stelle an und verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Sharing-Anbietern durch gemeinsame Datenstrukturen und digitale Werkzeuge zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Verfahren, mit denen Mobilitätsdaten standardisiert bereitgestellt, ausgewertet und für kommunale Entscheidungsprozesse nutzbar gemacht werden können. 

Unterstützung kommunaler Planungsprozesse 

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Entwicklung digitaler Werkzeuge, mit denen Mobilitätsdaten analysiert und visualisiert werden können. Dadurch sollen kommunale Verwaltungen in die Lage versetzt werden, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und datenbasierte Entscheidungen zu treffen. 

Die vorgestellten Arbeiten zeigen, dass Sharing-Angebote nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern als Bestandteil eines integrierten Mobilitätssystems. Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen lassen sich Wechselwirkungen zwischen öffentlichem Verkehr, Individualverkehr und Shared Mobility besser verstehen und planerisch berücksichtigen. 

Beitrag zur automatisierten und vernetzten Mobilität 

Für zukünftige digitale Mobilitätsökosysteme bildet die Verfügbarkeit standardisierter Mobilitätsdaten eine wesentliche Voraussetzung. ScooP2City leistet hierzu einen Beitrag, indem Verfahren für den strukturierten Austausch von Mobilitätsinformationen entwickelt und deren Nutzung in kommunalen Planungsprozessen unterstützt werden. Damit trägt das Projekt dazu bei, unterschiedliche Mobilitätsangebote stärker miteinander zu vernetzen und datenbasierte Entscheidungsprozesse im urbanen Mobilitätsmanagement zu fördern. 

Projektlaufzeit und Projektpartner 

Das mFUND-Projekt ScooP2City läuft von September 2023 bis August 2026. Das interdisziplinäre Konsortium wird von der von Beust & Coll. Beratungsgesellschaft mbH & Co. KG koordiniert. Weitere Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), die TraffGo Road GmbH, die Connected Mobility Düsseldorf GmbH, die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Stadt Heilbronn sowie die Stadt Krefeld. Die entwickelten Lösungen werden in den Modellkommunen Düsseldorf, Heilbronn und Krefeld erprobt und evaluiert.

Fazit

Die vier im Rahmen des mFUND Checkout vorgestellten Projekte verdeutlichten die große Bandbreite aktueller Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich datengetriebener Mobilität. Obwohl sie unterschiedliche Anwendungsfelder adressieren, verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Entwicklung digitaler Werkzeuge und Dateninfrastrukturen, die fundierte Entscheidungen im Mobilitätssektor ermöglichen. 

Während a11y-Score offene Geodaten nutzt, um Barrierefreiheit systematisch sichtbar zu machen, entwickelt SenMooVe mobile Sensornetzwerke zur kontinuierlichen Erfassung von Umwelt- und Mobilitätsdaten. MobyDex beschäftigt sich mit der datenbasierten Bewertung multimodaler Mobilitätsangebote und schafft Grundlagen für deren vergleichende Analyse. ScooP2City wiederum adressiert die Integration geteilter Mobilitätsangebote in kommunale Planungs- und Steuerungsprozesse. 

Gemeinsam verdeutlichen die Projekte, dass hochwertige Mobilitätsdaten, interoperable Schnittstellen und intelligente Auswertungsverfahren wesentliche Bausteine zukünftiger Mobilitätssysteme darstellen. Sie schaffen Voraussetzungen für eine bessere Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger, unterstützen datenbasierte Planungsprozesse und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen, digitalen und vernetzten Mobilität. 

Rahmeninformationen zum mFund

Der mFUND des Bundesministeriums für Verkehr fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu digitalen, datenbasierten Mobilitätsanwendungen. Zusätzlich wird die Vernetzung durch Veranstaltungen und Zugang zu den Mobilitäts-Datenportalen Mobilithek und Mobility Data Space unterstützt. Die Begleitforschung mPACT analysiert und dokumentiert Ergebnisse und liefert Impulse für Wissenschaft, Fachwelt und Politik. Seit Dezember 2023 betreut ein Konsortium aus iit (VDI/VDE-IT) und TÜV Rheinland die Forschungsbegleitung. Weitere Informationen gibt es bei daten.plus.

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Porträt von Dr. Nadine Teusler, Netzwerkmanagerin, mit Brille und schwarzem Blazer, freundlich lächelnd vor verschwommenem Hintergrund.

Dr. Nadine Teusler

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