Flankiert werden die landespolitischen Initiativen von europäischer Mobilitätspolitik, die auf CO₂-Reduktion, mehr Schienenverkehr, intermodale Korridore und digitale Lösungen setzt. Das schließt Ladeinfrastrukturen für schwere Lkw und den Ausbau zentraler Verkehrskorridore ein.
In einer Paneldiskussion rückten die Teilnehmenden die europäische Dimension und die Rolle der Häfen in den Fokus: Grenzüberschreitende Probleme im Güterverkehr und die Abhängigkeit vieler Projekte von EU-Mitteln wurden ebenso betont wie die Bedeutung von Duisport als wichtiger Akteur der Binnenschifffahrt. Gleichzeitig machte das Podium klar, dass technische Lösungen ohne Akzeptanzprogramme, frühe Bürgerbeteiligung und eine Kommunikation, die niemanden „überrumpelt“, ins Leere laufen. Mobilitätsdaten müssen in europaweit kompatiblen Standards erhoben und so genutzt werden, dass ihr Mehrwert vor Ort erlebbar ist.
Die Förderung von Akzeptanz stellte auch Prof‘in. Dr. Becker in den Fokus ihres Vortrags. Sie führte aus, dass die vier Faktoren Regulierung, Kultur, Infrastruktur & Raum sowie Beteiligungsprozesse eine entscheidende Rolle für den Erfolg von Mobilitätsprojekten spielen.
So bleibt vom Mobilitätstag NRW 2025 das Bild eines Bundeslandes, das mitten im Spannungsfeld aus Sanierungsstau und Transformationsdruck steht – und sich Schritt für Schritt eine Mobilität erarbeitet, die einfacher, flexibler und klimafreundlicher sein soll.
Dabei werden Automatisierung und Vernetzung als Schlüsseltechnologien gesehen, die durch erhebliche Anstrengungen im Bereich der Akzeptanzsicherung auf unterschiedlichen Ebenen begleitet werden müssen, damit den Herausforderungen einer nachhaltigen Mobilität mit erfolgreichen Lösungen begegnet werden kann.