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Gruppe von zwölf Männern in Business-Kleidung steht in einem hellen Raum vor Informationsbannern mit Logos und Texten.
© Raphael van Kempen, innocam.NRW

Gemeinsames Treffen der Arbeitskreise: Verkehrsträgerübergreifende Kollaboration durch Open Source und Open Data

| Raphael van Kempen, innocam.NRW

Am 7. Juli 2026 kamen die Arbeitskreise Straße, Schiene, Wasser und Luft zu einem gemeinsamen Workshop in den Räumlichkeiten des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zusammen. Ziel war es, die Herausforderungen der Automatisierung und Vernetzung aus der Perspektive der verschiedenen Verkehrsträger zu diskutieren. Da in NRW alle Modalitäten vertreten sind – von der straßengebundenen Mobilität über Straßen- und Vollbahnen bis hin zum (unbemannten) Flugverkehr und der Binnenschifffahrt – bietet sich das Land in besonderer Weise dafür an, Synergien zu identifizieren und Probleme gemeinsam anzugehen.

An dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Landesbehörden, Forschung und technisch-wissenschaftlichen Vereinen teil. Den Aufschlag machte Raphael van Kempen (RWTH Aachen University) mit einem Vortrag zum Status quo des autonomen Fahrens auf der Straße. Er stellte heraus, dass die vielen klugen Köpfe hierzulande problemlos auf internationaler Bühne mithalten könnten – wenn alle systematisch an einem Strang ziehen. Als möglichen Weg dorthin stellte er aktuelle Initiativen vor: die European Connected Autonomous Vehicle Alliance (ECAVA) auf europäischer sowie das Ecosystem Mobility 4.0 auf nationaler Ebene, die beide einen besonderen Fokus auf die kollaborative Entwicklung in Open-Source-Projekten legen.

Anschließend gaben Christian Frowein, Sven Jackisch und Matthis Hötter einen Überblick über den Einsatz von Open-Source-Software und offenen Daten auf der Schiene, auf dem Wasser und in der Luftfahrt. Die anschließende Diskussion zeigte, dass die Herausforderungen über die Verkehrsträger hinweg vielfach ähnlich gelagert sind: Ein Schiff kann in einer Notsituation beispielsweise genauso wenig sicher an einem beliebigen Ort abgeschaltet werden wie ein Auto oder ein Fluggerät.

Im interaktiven Teil am Nachmittag wurden konkrete Open-Source-Projekte zusammengetragen sowie Synergien und Anknüpfungspunkte identifiziert, bei denen es sinnvoll ist, auf ein gemeinsames Open-Source-Ökosystem zu setzen und automatisierte und vernetzte Mobilität als modalitätsübergreifende Aufgabe zu verstehen. Insbesondere der Einsatz und die Zertifizierung von Open-Source-Software und Linux in sicherheitskritischen Anwendungen erwiesen sich als akutes Thema, zu dem der Austausch fortgesetzt werden soll.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die offene und produktive Zusammenarbeit. Mit dem Treffen hoffen wir, einen Stein ins Rollen gebracht zu haben: Forschung und Entwicklung in offenen Ökosystemen können dazu beitragen, Ergebnisse über die Grenzen einzelner Projekte und Kooperationen hinweg zu erhalten und stetig weiterzuentwickeln. Auf die Weise kann ein tragfähiges wirtschaftliches Ökosystem entstehen, das innovative Forschung nutzt, um Zukunftstechnologie „Made in Germany" und „Made in NRW“ anbieten zu können.

Mehrere Personen sitzen in einem modernen Seminarraum an Tischen und hören einem stehenden Vortragenden zu, der vor zwei großen Bildschirmen mit Präsentationsfolien steht
© Raphael van Kempen, innocam.NRW
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Portrait Raphael van Kempen, lächelnd mit hellblondem Haar.

Raphael van Kempen

Wissenschaftliche Mitarbeit und Arbeitskreis Straße +49 241 80-25599