Was wird gefördert?
Enhancing Mobility for All: affordable, reliable, and accessible multimodal transport for inclusive rural and urban connectivity – Societal Readiness pilot
Die im Rahmen dieser Ausschreibung vorgeschlagenen Innovationsmaßnahmen sollen sich mit der Verkehrsarmut befassen, d. h. mit der Unfähigkeit oder Schwierigkeit von Einzelpersonen und Haushalten, die Kosten für private oder öffentliche Verkehrsmittel zu tragen, oder mit ihrem fehlenden oder eingeschränkten Zugang zu Verkehrsmitteln, die für ihre Nutzung grundlegender sozioökonomischer Dienstleistungen und Aktivitäten erforderlich sind.
Dies erfordert innovative multimodale Verkehrslösungen, die verschiedene Verkehrsträger effizient integrieren und dabei die Digitalisierung, gemeinsame Mobilität und bedarfsorientierte Verkehrsdienste nutzen, um die Erschwinglichkeit, Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit zu verbessern und so Mobilität als Recht zu gewährleisten.
Die Vorschläge sollten alle folgenden Aspekte berücksichtigen:
• Untersuchung von Strategien zur Verbesserung der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit nachhaltiger und inklusiver Verkehrsdienste in dünn besiedelten Regionen mit begrenzten Verkehrsmöglichkeiten.
• Analyse der Nachfrage nach Mobilitätsdiensten in Regionen und Gemeinden, die von Verkehrsarmut betroffen sind, und Untersuchung, welche Faktoren Verkehrsteilnehmern in einer prekären Situation die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder anderer gemeinschaftlicher Mobilitätsoptionen erleichtern könnten.
• Entwicklung neuer nachhaltiger und inklusiver integrierter multimodaler Lösungen, die einen nahtlosen Übergang zwischen ländlichen und städtischen Verkehrsträgern gewährleisten und die Anbindung der ersten und letzten Meile verbessern.
• Durchführung von Pilotvorhaben in vier verschiedenen Regionen der EU und assoziierten Ländern unter Gewährleistung einer ausgewogenen geografischen Verteilung und Vielfalt der behandelten Themen (z. B. Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Verkehrsdiensten wie Regionalzügen, Taktfrequenz, Bevölkerungsdichte). Jedes vorgeschlagene Thema muss in mindestens zwei Pilotprojekten behandelt werden. Die Pilotprojekte müssen von der Gemeinschaft getragen werden und unter der Leitung oder unter Beteiligung von ländlichen/lokalen/regionalen Behörden/Verwaltungen und den lokalen Verkehrsbehörden durchgeführt werden, wobei diese Einrichtungen als Begünstigte in das Konsortium aufgenommen werden müssen.
• Ausarbeitung und Vorschlag von Plänen für eine mögliche Umsetzung der entwickelten und getesteten Lösungen durch lokale Behörden und Verkehrsbehörden/Betreiber.
• Durch die aktive Einbindung von öffentlichen Verkehrsbetrieben, lokalen Behörden, ländlichen Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Rahmen des Europäischen Netzwerks für ländliche Mobilität (ERMN) einen Fahrplan für die Umsetzung und Skalierung der getesteten Lösungen ausarbeiten und dabei eine breite Anwendung in verschiedenen regionalen Kontexten sicherstellen.
Wer fördert?
Horizon Europe
Wer wird gefördert?
Alle juristischen Personen
Wie (viel) wird gefördert?
Drei Projekte mit je bis zu 7 Millionen €.
Max. 70 % der förderbaren Kosten (100 % für gemeinnützige juristische Personen).
Welche Fristen gibt es?
Einreichfrist: 07. Oktober 2026
Laufzeit
Programmlaufzeit 2026 - 2027