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Weißes autonomes Auto mit Sensoren und Kameras auf dem Dach, steht auf einer Straße in der Stadt.
Automatisiertes Fahrzeug © stephen leonardi pexels

Autonome Shuttles - Stammtisch zur Marktbeobachtung

| Dr. Nadine Teuseler, innocam.NRW

Der Ende Februar veröffentlichte innocam.NRW Marktbeobachtungsbericht „Autonome Shuttles und Anbieter von Fahrzeugautomatisierung“ wurde beim innocam.STAMMTISCH am 17. März näher vorgestellt. Dr. Timo Woopen, Leiter des Forschungsbereichs Fahrzeugintelligenz & Automatisiertes Fahren am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen und Verfasser des Berichts führte die Teilnehmenden durch die Potenziale und Anforderungen autonomer Fahrzeuge sowie die Entwicklungen in der Regulatorik und am Markt. Der Marktbeobachtungsbericht trägt dazu bei, dass alle Akteure auf einer gemeinsamen Faktenbasis kommunizieren können und verstehen, welche Lösungsansätze im Markt verfügbar sind. So wird eine fundierte und abgestimmte Zusammenarbeit zur Realisierung autonomer Mobilität ermöglicht – von den ersten Planungsschritten bis zur praktischen Umsetzung.

Ein Bericht für ein breites Akteursspektrum

Der Bericht motiviert zunächst die Einführung autonomer Shuttles im ÖPNV, zeigt die Potenziale auf, gibt einen Überblick über den Markt und die Entwicklung autonom fahrender Shuttlefahrzeuge, stellt eine Vorstellung und Einordnung von Anbietern von automatisierter Fahrsoftware vor und listet verschiedene mögliche Stakeholder zur Umsetzung der Fahrzeuge und Software, realisierte Anwendungen sowie relevante Forschungs- und Pilotprojekte auf. Darüber hinaus vermittelt der Bericht das Fachvokabular und grundlegende Konzepte, die für eine fundierte Auseinandersetzung mit autonomen Shuttles notwendig sind.
Für die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure der automatisierten und vernetzten Mobilität stellt der Bericht daher ein vielfältiges Angebot dar.

  • Strategische Planerinnen und Planer in einem Verkehrsbetrieb sowie Mobilitätsverantwortliche in Kommunen erhalten einen strukturierten Überblick über Akteure im Markt und deren Positionierung auf unterschiedlichen geografischen Ebenen (Deutschland, Europa, weltweit).
  • Innovationsmanagerinnen und -manager sowie Multiplikatoren finden konkrete Informationen zu verfügbaren Technologielösungen und können diese für Strategieentwicklung und Projektanbahnung nutzen.
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine systematisch aufbereitete Marktübersicht als Grundlage für weitere Forschung und interdisziplinäre Fachdebatten.

Der Stammtisch und die Vorstellung des Berichts

Beim Stammtisch fokussierte sich Dr. Timo Woopen auf einige zentrale Aspekte des Berichts und lieferte Antworten etwa zu den Fragen: Welche Fahrzeughersteller, Anbieter von Autonomous Driving Software (ADS) und Serviceanbieter sind aktiv? Wie lassen sich Fahrzeuge, Software-Systeme und Betriebslösungen klassifizieren und differenzieren? 

Während der Marktüberblick im Bericht eine Vielzahl an Informationen beinhält (zu Fahrzeugspezifikationen, ADS-Fähigkeiten & -Anbieter, Aktuelle Neuigkeiten & weitere Informationen, Gesetzesrahmen Erprobung, Aktuelle und bisherige Einsatzorte, Kosten & Lizenzen, Sicherheitsfahrer / techn. Aufsicht) wurden beim Stammtisch spannende Hintergrundinformationen und Unterscheidungsmerkmale in den Fokus gerückt. 

Die zentrale Erkenntnis dabei war, dass es in Europa zwar einige – im Vergleich kleinere – Anbieter autonomer Shuttlefahrzeuge und eigener automatisierter Fahrsysteme gibt, vor allem in der Software für das autonome Fahren aber eine große Abhängigkeit von nicht europäischen Anbietern besteht. Anbieter aus den USA und China sind technologisch fortgeschritten und fahren in einigen Städten bereits ohne Sicherheitsfahrer in kommerziellen Anwendungen.
Deutschland geht bei der Gesetzgebung voraus, zum Veröffentlichungszeitpunkt (Februar 2026) gibt es in Deutschland aber kein autonomes Shuttle mit der notwendigen Betriebserlaubnis, zum direkten Einsatz im öffentlichen Straßenraum und zur Integration im öffentlichen Personennahverkehr.

Für kommende Beobachtungen wären laut Dr. Timo Wooper besonders auch End-2-End KI Ansätze interessant, die schon jetzt mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Diese zeigten, dass die Übertragbarkeit zwischen verschiedenen Städten und Regionen bereits gelingt, doch die Absicherung des Ansatzes stellt aktuell noch große Herausforderung dar.

Videomitschnitt

YouTube-Video

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Ein Informationsangebot für weitere Aktivitäten rund um autonomes Fahren im ÖPNV

Autonome Shuttles bieten hohes Potenzial, das ÖPNV-Angebot attraktiver und effizienter zu gestalten, und werden zusätzlich durch den anhaltenden Fach- und Arbeitskräftemangel motiviert. Der vorliegende Marktbeobachtungsbericht unterstützt Sie dabei, sich in diesem dynamischen Themenfeld zu orientieren – unabhängig davon, ob Sie als strategische Planerin oder strategischer Planer in einem Verkehrsbetrieb, Mobilitätsverantwortliche in einer Kommune, Innovationsmanagerin oder -manager in wirtschaftlichen oder nichtwirtschaftlichen Organisationen tätig sind oder im wissenschaftlichen Kontext mit diesem Thema arbeiten.

Den vollständige Marktbeobachtungsbericht finden Sie hier
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Porträt von Dr. Nadine Teusler, Netzwerkmanagerin, mit Brille und schwarzem Blazer, freundlich lächelnd vor verschwommenem Hintergrund.

Dr. Nadine Teusler

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