Die XPONENTIAL Europe 2026 zeigte vom 24. bis zum 26. März in Düsseldorf, wie weit autonome Systeme in Europa bereits sind – besonders im Bereich autonomes und teleoperiertes Fahren. Zentrale Trends waren robuste Kommunikation, KI‑gestützte Steuerung, Dual‑Use‑Anwendungen und reale Live‑Demonstrationen, die den Übergang von Pilotprojekten zu marktnahen Lösungen sichtbar machten. Mit 360 Ausstellern aus 43 Ländern war die Messe ein globaler Treffpunkt für Autonomie.
Im Segment Autonome Landfahrzeuge & Teleoperation präsentierten Unternehmen wie MIRA, EDAG und IAV neue Plattformen für autonome Mobilität. MIRA zeigte teleoperierte Fahrzeuge im Live-Betrieb und verdeutlichte, dass Teleoperation zunehmend als Brückentechnologie dient: Fahrzeuge werden von Leitstellen aus gesteuert, während Autonomie sukzessive zunimmt.
Ein wichtiges Thema war die Echtzeit-Kommunikation und Verarbeitung von großen Datenmengen sowie zunehmend auch KI‑basierte Steuerung & Sensorfusion, es wurden u.a. KI‑gestützte Missions- und Steuerungssysteme präsentiert, die Daten aus Radar, Lidar, Kameras und GNSS in Echtzeit fusionieren.
Ein klarer Trend war die Verschmelzung ziviler und sicherheitsrelevanter Anwendungen sowie die Nutzung autonome Fahrzeuge für Logistik, kritische Infrastruktur oder Katastrophenschutz.
innocam.NRW war auf dem Landesgemeinschaftsstand des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE) als Mitaussteller vertreten. Weitere Mitaussteller waren AeroSpace.NRW, DIGITAL.SICHER.NRW, Projektträger Jülich (PtJ), @‑yet GmbH, Ubitium GmbH und die EJOT Market Unit Industry. Auf der XPONENTIAL 2026 war innocam.NRW mit den Leitungen der Arbeitskreise präsent und konnte den verkehrsträgerübergreifenden Ansatz des Netzwerks eindrucksvoll sichtbar machen. Viele Gespräche zeigten ein deutliches Interesse an den Marktbeobachtungsberichten zu autonomen Shuttles sowie am in Kürze erscheinenden Bericht zu Autonomiefunktionen in der Binnenschifffahrt. Auch die für Juni geplante Veröffentlichung des Marktbeobachtungsberichtes zu Lieferrobotern stieß bereits auf große Aufmerksamkeit – ein klares Signal dafür, wie relevant praxisnahe Markttransparenz für Unternehmen, Forschung und Politik geworden ist.
Abgerundet wurde die Messe mit verschiedenen Live-Demonstrationen, u.a. :
- Teleoperierte Schifffahrt als Blaupause für autonome Mobilität; das Projekt DemoBin des DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. zeigte, wie das Forschungsschiff Nova direkt von der Messe aus ferngesteuert wurde – ein starkes Beispiel dafür, wie nah Theorie und Praxis inzwischen beieinanderliegen.
- BVLOS-Drohnenflüge über dem Rhein: Die Live-BVLOS-Flüge zeigten, wie reale Testumgebungen genutzt werden können, um autonome Systeme sicher in den Betrieb zu bringen.
Angedockt waren außerdem weitere Fachkonferenzen wie beispielsweise das European Drone Forum und die AISS, zu der wir einen weiterführend Nachbericht verfasst haben.
Nächstes Jahr findet die XPONENTIAL Europe vom 16. – 18. März wieder in Düsseldorf statt.